Krankenkasse muss bei Lipödem medizinisch notwendige Fettabsaugung bezahlen

Sozialgericht Dresden vom 13.03.2015

Das Sozialgericht Dresden in seiner Entscheidung vom 13.03.15 (S 47 KR 541/11) ausgeführt, dass die Fettabsaugung zu einer Verbesserung des psychischen Gesamtzustandes der Klägerin beiträgt.

Da im konkreten Fall die Behandlung nur stationär durchgeführt werden kann, sind neue Behandlungsmethoden grundsätzlich zugelassen, solange sie nicht durch den gemeinsamen Bundesausschuss negativ beurteilt wurden und der Nutzen der Methode durch wissenschaftliche Studien belegt sei. An den Umfang dieser Studien sind keine zu hohen Anforderungen zu stellen, da es sonst zu einer faktischen Behandlungsverweigerung käme.

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Ulf Schwerd

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